News zum Thema Wasserstoff und Brennstoffzelle


1. Wasserstoffautos sind aktuell nicht gefragt. Warum ?

Quelle: Hersteller

Aktuell hört man kaum etwas über die Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb. Durch den Brand an einer Wasserstofftankstelle in Norwegen wurden aktuell sämtliche Verkäufe von Fahrzeugen mit Wasserstoffantrieb/Brennzelle gestoppt. Aktuell gibt es leider auch nur sehr wenige Tankstellen, an den Wasserstoff getankt werden kann. Um überhaupt die Akzeptanz für Wasserstofffahrzeuge auf dem Markt zu finden, ist es erforderlich, mindestens 1000 H2 Tankstellen in Deutschland aufzubauen. Aktuell sind 70 Tankstellen im Betrieb. Bis Ende 2019 sollen wohl 100 Tankstellen verfügbar sein. Ob die Hersteller und die Politik den Wasserstoff weiter vorantreiben, ist aktuell nicht klar. Fakt ist jedoch, dass ein Wasserstofffahrzeug in der gleichen Zeit betankt werden kann, wie ein Verbrenner. Auch wird keine Batterie im Fahrzeug  und auch keine Ladeinfrastruktur an jedem Wohnhaus/Parkplatz notwendig sein. Die bestehenden Tankstellen könnten alle auf Wasserstoff umgebaut werden. Somit würden keine Milliardeninvestitionen  in die Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität notwendig werden.  

Bild: picture alliance/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

2. Mercedes Polizei in Hamburg nimmt Streifenwagen mit Brennstoffzelle in Betrieb

Quelle: Mercedes / Hersteller

Reichweite: bis zu 400 km

Direkt zum Bericht von der Hamburger Polizei

Bei der Polizei in Hamburg geht aktuell der erste Mercedes GLC F-CELL in Betrieb. Der Streifenwagen wird mit Wasserstoff und einer Brennstoffzelle angetrieben. Mit diesem Fahrzeug geht die Polizei in Hamburg den Weg eines umweltfreundlichen Fuhrparks. Aktuell ist dies weltweit der erste Streifenwagen mit Wasserstoffantrieb. Mit 4,4 kg Wasserstoff sind mehr als 400 km Reichweite möglich. Mit dieser Technologie gibt es auch keine Einschränkungen der Reichweite im Sommer oder Winterbetrieb. Zum Tanken werden lediglich 3 Minuten benötigt. 

Quelle und Bild: Daimler Media

3. Die Brennstoffzelle wandert in den Maschinenraum bei Hochseeschiffen

Quelle: Hersteller

Direkt zur Pressemeldung von Freudenberg

Die Firma Freudenberg Saline Technologie entwickelt eine neue Generation von Brennstoffzellen die für den Einsatz auf Hochseeschiffen geplant ist. Im ersten Schritt wird der Wasserstoffantrieb für Kreuzfahrtschiffe geplant. Hierzu wird zusammen mit der Meyer Werft in Papenburg an diesem neuen umweltfreundlichen Antrieb geforscht. Im Jahr 2021 soll auf dem AIDA Schiff AidaNova der erste Praxistest durchgeführt werden. Die AidaNova fährt heute schon UMWELTFREUNDLICH mit Gas (LNG) . In diesem Projekt sind mehrere bedeutende Firmen beteiligt. Neben der Meyer Werft und der Lürssen Werft gehört die DNV GL, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Aida Cruises, besecke, EPEA GmbH  und die Carnival Maritime GmbH dem Konsortium an. Ziel ist es die Emissionen der Schifffahrt deutlich zu senken. Aida hat mit der AidaNova das erste Kreuzfahrtschiff mit einem Gas-Antrieb in Betrieb genommen. In den nächsten Jahren müssen die Kreuzfahrer auch sauberer werden. Erste Länder verbannen die Schiffe aus Ihren Häfen und Fjorden. Weiterhin muss dringend in den Häfen investiert werden. Landstrom, Gastankstellen und für die Zukunft auch Wasserstofftankstellen müssen in den Häfen vor Ort sein. Was nützt ein Schiff, welches mit Gas angetrieben wird, wenn das Gas mit einem normalen Gastanker mit Schwerölantrieb von weit her angefahren werden muss.  

Bild: Osterwalder

Quelle:Freundenberg

4. Flixbus plant Bus mit Wasserstoff und Brennstoffzelle

Quelle: Hersteller

Direkt zur Information

Das Unternehmen Flixbus und die Firma Freudenberg Sealing Technologies arbeiten an einem Antriebssystem für Fernbusse mit Wasserstoff und Brennstoffzellen-Antrieb. Diese Kombination ist sicher der richtige Weg um in Zukunft den C02 freien Antrieb umzusetzen. Aktuell sind die grünen FlixBusse und die FlixTrain-Flotte schon sehr umweltfreundlich unterwegs. Um diesem Anspruch auch weiterhin gerecht zur werden, wurde diese neue Partnerschaft gegründet. Aktuell hat Flixbus drei Fernbusse mit Elektroantrieb im Einsatz. Mit dieser neuen,gemeinsamen Entwicklung mit Freudenberg zusammen wird Flixbus auch ein Meilenstein in der Mobilitätsgeschichte setzen.  Wir sind überzeugt, dass der Wasserstoffantrieb für den Fernverkehr die richtige Wahl sein wird. Der E-Antrieb wird sicher sein Platz im Nahverkehr finden.

5. In der Schweiz starten bis zu 1600 LKW mit Wasserstoffantrieb

Quelle: Hersteller

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In der Schweiz plant Hyundai Hydrogen Mobility ab 2019 ca. 1600 schwere LKW mit Brennstoffzelle und Wasserstoff auf den Markt zu bringen. Im Bereich von Nutzfahrzeugen im Fernverkehr, wo höhere Reichweite erforderlich sind, ist der Wasserstoffantrieb sicher nicht unwichtig für die Zukunft. Im Verteilerverkehr ist auch ein 100 % nur elektrischer Antrieb denkbar. Aktuell werden fast täglich auf der Welt neue Fahrzeuge mit dieser Technologie vorgestellt. Auch die Planungen zu einem flächendeckenden Tankstellennetz sind voll im Gange. Die Vorteile des Trucks mit Wasserstoffantrieb liegen auch im Bereich der Nutzlast. Die Brennstoffzellen-Technik ist bei weitem nicht so schwer wie der reine Antrieb mit Batterien.In der Schweiz hat sich ein Förderverein H2 Mobilität gefunden. Dieser besteht aus Transport- und Logistikunternehmen und Tankstellenbetreibern. Dazu möchte Hyundai Hydrogen Mobility Wasserstoff über eine Tochtergesellschaft in der Schweiz  produzieren und verteilen. Die Zukunft wird sicher zwei Antriebstechniken erfordern. Einmal der reine E-Antrieb für die Städte und der Antrieb mit Wasserstoff für größere Distanzen.

Quelle:Cleanthinking

Bild:Hyundai