Audi Betriebsrat klagt Produktionsstrategie ein


geschrieben von: Mark Eidam am: Donnerstag 13. Juli 2017

Ingolstadt, 12. Juli 2017 – Auf der zweiten Betriebsversammlung des Jahres haben die Arbeitnehmervertreter der AUDI AG einen Richtungswechsel in der Audi-Produktion gefordert. Aus Sicht des Betriebsrats ist aktuell keine Strategie erkennbar. Diese sei jedoch dringend erforderlich, um die elektrische Zukunft, vor allem an den Heimatstandorten Ingolstadt und Neckarsulm, erfolgreich zu gestalten.   
 
„Gerade jetzt müssen zielsichere Entscheidungen für unsere Audi-Zukunft getroffen werden, doch die bleiben bis dato aus“, sagte Peter Mosch vor rund 8.000 Audianerinnen und Audianern. In seiner Versammlungsleitung zur zweiten Betriebsversammlung des Jahres  forderte der Audi-Gesamtbetriebsratsvorsitzende daher vom Vorstand der AUDI AG, endlich eine zukunftssichernde Produktionsstrategie zu erarbeiten und umzusetzen. 
 
„Der aktuelle Wandel der Automobilindustrie verzeiht uns keine Stockfehler. Wir müssen unsere Fertigungslinien weiter flexibilisieren, für die elektrische Zukunft einrüsten und brauchen zudem Zusagen für neue Produkte, die unsere Heimatstandorte auslasten“, erklärte Mosch.   
 
Neben der Forderung nach einer Produktionsstrategie sieht der Audi-Betriebsrat zudem aber weiteren Handlungsbedarf, um der Belegschaft Sicherheit und Stabilität für die Zukunft zu geben.  
 
Dazu wandte sich Mosch in seiner Rede direkt an den Vorstandsvorsitzenden der AUDI AG, Rupert Stadler.  Dieser müsse die Kommunikation des Unternehmens, gerade gegenüber der Belegschaft, deutlich verbessern und die Informationspolitik überdenken

Quelle: Audi Pressemitteilung vom 12.07.2017