Strom Dienstag 29. Juni 2021

Im Murgtal wurde eine 4 Kilometer lange Versuchsstecke für Oberleitung-LKW in Betrieb genommen

Die Pilotstrecke von eWayBW im Murgtal mit einer Länge von 4 Kilometern wurde aktuell in Betrieb genommen. Die 4 Kilometer auf der insgesamt 18 Kilometer langen Bundesstrasse werden von  elektrisch betriebenen Oberleitungs-Hybrid-Lkw genutzt. Die speziellen LKW sind mit Elektro-Motoren ausgestattet. Den Strom beziehen die LKW über die Oberleitung. Der Strom wird zum aufladen der Batterie und zum Antrieb auf der Teststrecke genutzt. Nach dem verlassen der Oberleitung kann somit eine emmisionsfreie Weiterfahrt gewährleistet werden. Die Testphase geht bis zum Juni 2024. Zusätzlich zu den rein elektrisch angetriebenen LKW gibt es auch noch Varianten mit einem Elektro/Diesel-  und einem Elektro/Wasserstoffantrieb.

Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium: "Mit der modernen Technik wird der Güterverkehr klimafreundlicher. Der heutige Tag ist daher ein weiterer wichtiger Schritt für mehr Klimaschutz. Es muss natürlich mehr Verkehr auf die Schiene - auch eine Herausforderung, die mancherorts an ihre Grenzen stößt. Wir brauchen deshalb beides: Ausbau der Schiene und klimafreundliche Lösungen für die Straße. Oberleitungs-Lkw können eine sinnvolle Alternative werden. Oberleitungs-Lkw sind sauberer und effizienter als Lkw mit Dieselantrieb. Die leisen Laster legen viele Kilometer mit geringem Energieaufwand zurück und stoßen keine schädlichen Abgase oder Treibhausgasemissionen aus. Das bestätigen uns die Untersuchungen auf Teststrecken immer wieder. Deshalb fördert das Bundesumweltministerium die Entwicklung von Oberleitungs-Lkw seit vielen Jahren. Mit der Teststrecke im Murgtal sammeln wir wichtige Erfahrungen für die Praxis und nutzen sie für den internationalen Austausch".

Winfried Hermann, Verkehrsminister in Baden-Württemberg: "Ich freue mich sehr, dass der Betrieb von eWayBW nun starten kann. Wir sind alle gemeinsam gefordert den Verkehr – auch und besonders den Güterverkehr – klimafreundlicher zu gestalten. Das Projekt eWayBW hilft dabei, geeignete Lösungen für den Straßengüterverkehr zu finden. Dass der dafür verwendete Öko-Strom aus der Schwarzenbachtalsperre in Forbach kommt, ist besonders toll. Mit dem im Projekt integrierten Technologievergleich werden erstmals alle derzeit erfolgsversprechenden alternativen Antriebslösungen für schwere Nutzfahrzeuge im Realbetrieb erprobt und miteinander verglichen. Das ist weltweit einmalig!"

Auf der Bundesstraße B 462 durchs Murgtal werden jährlich ca. 510.000 Tonnen Papier im 24 Stunden Betrieb bei 7 Tagen in der Woche ausgeführt. Somit können belastbare Erfahrungen mit dieser Technik aufgezeichnet werden.

Die Gesamtkosten für diese 4 Kilometer Oberleitung belaufen sich auf 28 Millionen Euro. Ob diese Gelder in diesem Projekt zukunftsweisend angelegt sind ? Aktuell gibt es schon mehrere solcher Teststrecken und sicherlich auch schon Erfahrungen ob sich diese Investitionen rechnen. Zumal die LKW Industrie schon Fahrzeuge auf dem Markt hat, die entsprechende Reichweite mit E-Antrieb oder auch mit einem Wasserstoffantrieb ermöglichen. Auch die Investitionen in die LKW Technik sind enorm und die Fahrzeuge sind nur ganz speziell einsetzbar.

Folgende Projektpartner sind mit beteiligt: 

Regierungspräsidium Karlsruhe, Landkreis Rastatt, Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG(SWEG), Netze BW sowie das Konsortium Forschung eWayBW, das aus dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung Fraunhofer ISI, der PTV Transport Consult GmbH, dem FZI Forschungszentrum Informatik und dem Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie besteht.

weitere Partner sind:

- Spedition Fahrner GmbH

- Huettemann Logistics GmbH

- Casimir Kast Verpackung

- Display GmbH

- Mayr-Melnhof Gernsbach GmbH

- Baden Board GmbH

- Bundesanstalt für Straßenwesen, 

- e-mobil BW GmbH

- Verband Spedition und Logistik Baden-Württemberg. 

Quelle und Bild: bmu





Über die Projektpartner hinaus gibt es acht weitere Projektbeteiligte, die als assoziierte Partner in eWayBW eingebunden sind. Die assoziierten Partner kommen für ihre Beteiligung selbst auf und erhalten keinerlei finanzielle Unterstützung aus den Zuweisungsmitteln. Auf dieser Grundlage eingebunden sind die Spedition Fahrner GmbH, die Huettemann Logistics GmbH, die Casimir Kast Verpackung und Display GmbH, die Mayr-Melnhof Gernsbach GmbH, die Baden Board GmbH, die Bundesanstalt für Straßenwesen, die e-mobil BW GmbHsowie der Verband Spedition und Logistik Baden-Württemberg.

Das BMU fördert seit vielen Jahren die Weiterentwicklung der Oberleitungstechnologie zur Elektrifizierung des Schwerlastgüterverkehrs. Bis 2024 werden insgesamt drei Teilstrecken gefördert: Neben dem Projekt eWayBW auf einer Bundesstraße in Baden-Württemberg laufen die Projekte ELISA und FESH auf Autobahnen in Hessen und Schleswig-Holstein. Dort sind bereits seit 2019 Oberleitungs-Lkw im realen Transportbetrieb im Einsatz. Das BMUunterstützt alle drei Projekte beim Aufbau der Infrastruktur, beim Betrieb der Teststrecken sowie bei der begleitenden Forschung mit insgesamt rund 103 Millionen Euro.


Partner Anzeige

Rund ums auto