Strom Freitag 5. Mrz 2021

Ausbau der Ladeinfrastruktur geht voran

Aktuell sind 39.538 öffentliche Ladepunkte im Ladesäulenregister des BDEW registriert. Jede 7 Ladesäule fungiert als DC-Schnelllader. In den letzten 3 Monaten sind somit 3.800 neue Ladepunkte errichtet worden. Trotz Corona handelt es sich um einen Zuwachs von gut 10 %. 

Auch im Bereich der privaten Ladeninfrastruktur gehts vorwärts. Seit Beginn des Förderprogramms im November 2020 sind mehr als 300.000 Förderanträge für Wallboxen gestellt worden. Der Fördertopf der Bundesregierung wurde verdoppelt auf jetzt bis zu 400 Millionen Euro. 

„Die Energiewirtschaft ist der Wegbereiter der Elektromobilität und sorgt mit Ladesäulen, Netzen und zunehmend grünem Strom für das Gelingen der Verkehrswende. Wir glauben an den Erfolg der Elektromobilität und wollen kräftig in den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur investieren“, sagte Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. 

„Der Ausbaubedarf der Ladeinfrastruktur ist keine starre Zahl, sondern ein dynamisches System. Es ist mehr als fraglich, ob wir bis 2030 eine Million Ladepunkte brauchen, denn das wäre ein Szenario, das von mittlerweile überholten Voraussetzungen ausgeht: 900.000 Normalladepunkten á 11 kW. Die Forderung nach einer Million öffentlicher Ladepunkte berücksichtigt keinerlei Entwicklung: Immer mehr Fahrzeuge können ja heute schon schneller laden. Diese Dynamik müssen wir beim Ausbau der Ladeinfrastruktur berücksichtigen. Wichtig ist, dass die Ladeinfrastruktur den tatsächlichen Bedarf abdeckt und sichergestellt ist, dass immer ausreichend Möglichkeiten zum Laden gegeben sind. Aus unserer Sicht ist der dynamische Hochlauf von Fahrzeugen und Ladeinfrastruktur wichtig. Welche Fahrzeuge kommen auf dem Markt: Wie viele vollelektrische Fahrzeuge, die die öffentlichen Ladesäulen wirklich brauchen, und wie viele Plug-in-Hybride, die nur selten öffentlich Strom tanken? Wie viele private Ladestationen werden parallel gebaut? Um eine Über-Subventionierung zu vermeiden, müssen wir die Ladetechnologien der Fahrzeuge und das Ladeverhalten der E-Mobilisten im Blick behalten“, sagte Andreae.  

Quelle: bdew - Presseinformation 

Bild:pixabay

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