Strom Dienstag 1. September 2020

Ist der Wasserstoffverbrennungsmotor die Zukunft ?

Das Start-UP Unternehmen Keyou aus dem Landkreis München beschäftigt sich mit dem Wasserstoffverbrennungsmotor. Dieser neuartige Motor benötigt keine Brennstoffzelle mehr. Wasserstoff und Brennstoffzelle wird eigentlich immer in einem Satz erwähnt. Mit diesem Verfahren wird der Wasserstoff im umgerüsteten Verbrennungsmotor in Energie umgewandelt. Vor allem im Nutzfahrzeugbereich sind kurze Betankungszeiten und hohe Reichweiten sehr gefragt. 

„Der Wasserstoffverbrennungsmotor ist einem Brennstoffzellen-Elektroantrieb hinsichtlich Robustheit, Lebensdauer, Herstellkosten, einer höheren spezifischen Leistungsdichte und einem geringeren Aufwand in der Kühlung deutlich überlegen“, sagt der Unternehmensgründer.

Die Firma Keyou arbeitet bei der Neuentwicklung sehr eng mit dem Motorenhersteller Deutz zusammen. Der 7,8 Liter Motor z.B. von Deutz passe exakt in einen Stadtbus oder einen 18 Tonnen LKW rein. Für diese zwei Fahrzeugarten sieht Keyou einen sehr großen Bedarf an Motoren in der Zukunft.  

Der Basismotor soll so wenig wie möglich geändert werden. Spezielle Wasserstoffkomponenten werden jedoch in den Motoren verbaut, z.B. andere Zündsysteme, Turbolader, Druckventile, Kühlsysteme und Injektoren.

Die Entwicklungsarbeit für den Motor eines Herstellers dauert aktuell je nach Reifegrad zwischen zwölf und 36 Monaten, am weitesten sei Keyou mit dem erwähnten Motor von Deutz. „Der läuft gerade auf dem Prüfstand und ist unseres Wissens der effizienteste Wasserstoffmotor der Welt“, sagt Nadler selbstbewusst. Bis zur Serienreife wird es mindestens noch zwei Jahre dauern. 

In China setzen die Verkehrsplaner aktuell auf Wasserstoffantriebe. Auch die Bundesregierung hat im Frühjahr 2020 ebenfalls die nationale Wasserstoffstrategie für Deutschland ausgerufen. Wir gehen davon aus, dass sich beide Antriebsvarianten in Zukunft durchsetzen werden. Der reine Antrieb mit Elektrokraft und der Antrieb mit Wasserstoff. Beim Wasserstoff muss natürlich gewährleistet sein, dass es sich um "grünen" Wasserstoff handelt. Dies gilt selbstverständlich auch für den Strom.

Quelle: Vogel-Verlag

Bild: Keyou





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