Strom Mittwoch 30. September 2020

Polizei Osnabrück zieht Bilanz zum Wasserstoff-Streifenwagen

Die Osnabrücker Polizei zieht nach einer 6 monatigen Testphase mit einem Wasserstoff-Streifenwagen eine positive Bilanz. Seit März 2020 ist der erste Streifenwagen vom Typ Hyundai Nero mit Wasserstoff und Brennstoffzelle im täglichen Polizeidienst im Einsatz. In dieser Zeit wurden über 13.000 Kilometer problemlos bei den täglichen Streifenfahrten zurückgelegt.  Somit ist die Alltagstauglichkeit dieser Technologie geklärt. Mit eine Tankfüllung wurden um die 600 Kilometer Reichweite erzielt. 

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, äußerte beim heutigen Besuch des neuen Einsatzfahrzeuges der Polizei: 

"Die niedersächsische Polizei investiert bewusst und vermehrt in alternative Antriebsarten und ist dabei die Fahrzeugflotte sukzessive zu verjüngen. Ein wichtiger Teil dieser Strategie ist auch der Einsatz dieses Wasserstoff-betriebenen Fahrzeugs. Die Fahrzeuge der Polizei sind überall in Niedersachsen im Straßenbild zu sehen, die Polizei hat mit ihrer riesigen Fahrzeugflotte eine enorme Vorbildfunktion und eine große Verantwortung. Auch darum wollen wir den Schadstoffausstoß sukzessive und nachhaltig verringern. Ich freue mich, dass die Polizei in Osnabrück Wasserstoff als Antriebsart - auch im Interesse der gesamten Polizei in Deutschland - aktuell ausgiebig testet." 

Polizeipräsident Michael Maßmann machte beim heutigen Besuch deutlich: 

"Ich gehe fest davon aus, dass sich die Mobilität in der Polizei in den nächsten Jahren grundlegend verändern wird - daran führt auch kein Weg vorbei. Deshalb ist es gut und richtig, alternative Antriebstechnologien auf ihre Alltagstauglichkeit im Polizeidienst hin zu erproben. Mit dem landesweit ersten Test eines wasserstoffbetriebenen Polizeifahrzeuges gehen wir nun einen völlig neuen und innovativen Weg." 

Polizeikommissar Benjamin Buck, der den Nexo von Beginn auf Herz und Nieren testen durfte, fährt oft und gerne mit dem neuen Fahrzeug: "Der Streifenwagen ist ein echter Hingucker und passt zur Polizei. Wir werden oft auf das Fahrzeug angesprochen und erfahren große Aufmerksamkeit in der Bevölkerung. Das Feedback ist überwiegend positiv. Wegen der Klimadebatte sind wir mit diesem umweltschonenden Fahrzeug ständig im Fokus. Das freut uns natürlich." 

Ein noch vorhandener Nachteil ist, dass aktuell das Tankstellennetz noch sehr schwach ausgebaut ist. So führte beispielsweise ein technischer Defekt an der Tankstelle in Hasbergen-Gaste bei Osnabrück dazu, dass der Nexo mehrere Wochen nicht eingesetzt werden konnte. Aktuell sind etliche Projekte am Start, die die Produktion von "grünem" Wasserstoff ermöglichen. Weiterhin wird der Bau von Wasserstofftankstellen staatlich gefördert. Somit wird in nächster Zeit ein entsprechendes Tankstellennetz in Deutschland und Europa aufgebaut.  

Dieses Problem war jedoch auch bei den Ladesäulen vor ein paar Jahren klar vorhanden. Hier wird aktuell sehr viel Geld investiert, um diese Infrastruktur aufzubauen. Weiterhin wurde auch der Innenraum des Nexo als zu klein bemängelt. Dies hat jedoch nichts mit der Technologie zu tun. Hier werden sicher in den nächsten Jahren auch die passenden Fahrzeuge für die Polizei auf den Markt kommen.

Quelle und Bild: Presseportal

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